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Gedächtnis

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Die Fähigkeit zur Gedächtnisbildung ist eine der wichtigsten kognitiven Leistungen des Menschen. Das Gedächtnis ermöglicht es zwischen zeitlich getrennten Ereignissen Zusammenhänge herzustellen d.h. zwischen Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft zu unterscheiden und schafft somit die Voraussetzung dafür, dass wir uns als einheitliches Individuum wahrnehmen. Weiterhin befähigt uns das Gedächtnis dazu, Wissen zu erwerben, Fertigkeiten zu erlernen und es erzeugt durch die Automatisierung von Handlungen größere kognitive Kapazitäten. Zum besseren Verständnis von Gedächtnisbildung und -verarbeitung wird das Gedächtnis in inhaltliche und zeitliche Einheiten unterteilt:

GedächtnisZeit

So wird zeitlich von einer seriellen Informationsverarbeitung ausgegangen, in dem Informationen im Ultrakurzzeitgedächtnis aufgenommen werden, ins Kurzzeit- bzw. Arbeitsgedächtnis transferiert und schließlich im Langzeitgedächtnis abgelegt werden. Hierbei findet im Ultrakurzzeitgedächtnis eine erste Identifikation von eingehenden Umweltreizen statt. Die Weiterverarbeitung geschieht im Kurzzeitgedächtnis, wo eine begrenzt

Das Langzeitgedächtnis stellt keinen undifferenzierten Speicher dar, sondern wird aufgrund des eingespeicherten Inhalts in verschiedene hierarchisch aufeinander aufbauende Gedächtnissysteme unterteilt: Das oberste Gedächtnissystem, das episodische Gedächtnis beinhaltet Episoden und Ereignisse aus dem Leben eines Menschen, wobei Ort und Zeit der Einspeicherung erinnerbar sind. Das semantische Gedächtnis beinhaltet Faktenwissen über die Welt. Das perzeptuelle Gedächtnis ermöglicht das Erkennen von Gegenständen aufgrund von Bekanntheit. Priming schließlich bedeutet eine bessere Wiedererkennungsleistung von zuvor Wahrgenommenem und das prozedurale Gedächtnis beinhaltet motorische und kognitive Fertigkeiten.

Abbildung1